O. H. Hajek Museum

Werkarchiv

ohne Titel 73/3

o.T.

Künstlerisches Medium:Druckgrafik

Technik:Serigrafie

Entstehungsjahr:1973

Inv.nr. 700.0170
ohne Titel (1973)
Serigrafie, Auflage 13/40, signiert und bez. rechts unten 13/40 Hajek 73/3 (Bleistift)
52 x 43 cm

Diese annähernd quadratische Serigrafie wird geprägt von schrägen Linien, denen sich die geometrischen Muster einfügen. In den Farben schwarz, grau und blau gehalten ist die einzige Rundung, die zu sehen ist, rechts oben, knapp unterhalb der Ecke. Dort stößt ein aufgesockeltes Kreisbogenelement nach schräg unten in das Blatt vor, begleitet von einem weiteren solchen Element, das vom Motivrand angeschnitten wird. Die gesamte Grafik gruppiert sich um ein schmales graues Rechteck, das etwas aus der Mitte nach oben gerückt ist. Die obere Hälfte ist insgesamt dunkler und geschlossener als die untere, in der die graue Farbe überwiegt.
Am unteren Rand hat Hajek zudem mit dem Motiv der Wiederholung gearbeitet. Ausgehend von der linken unteren Ecke schiebt sich ein blaues Rechteck nach schräg oben in die hier graue Fläche des Blattes. Diese Form ist, mit der Ecke, in die es sich hineinschiebt, drei mal wiederholt, wobei die rechte äußere Form vom Motivrand beschnitten wird. Hier legt sich, ausgehend von der nach oben weisenden Ecke der mittleren Form ein weiteres Motiv aus schwarzen, feinen Strichen über die blauen geometrischen Formen. Ein Längsrechteck führt hinunter bis zum unteren Rand. Dort umschließt es zwischen den beiden blauen Formen ein graues Quadrat, wobei sich rechts ein kleines blaues Dreieck ergibt, das die rechte Ecke des auf die Spitze gestellten Quadrats umgreift. Es ergibt sich an der Kante der dritten, vom rechten Rand angeschnittenen geometrischen Form, die hier in die Schräge abknickt. Dieser Schräge folgen auch zahlreiche parallele Striche, die zwischen den beiden blauen geometrischen Formen und dem rechten äußeren Rand vermitteln. Sie lassen eine hakenförmige graue Fläche frei, die auch wieder von der rechten Motivkante beschnitten ist, die bis knapp unterhalb der rechten oberen Ecke mit einem feinen blauen Strich betont wird.
An die obere Ecke der mittleren geometrischen Form schließt sich im rechten Winkel ein auf die Spitze gestelltes Hochrechteck an, das oben rechts das kleine graue Rechteck rahmt. Rechts dieses Rechtecks schließt sich ein Quadrat an, dessen untere Hälfte schwarz, die obere Hälfte blau ist. Hier ist die Spitze gekappt, es schließt sich eine schwarze Fläche an, die sich bis zum oberen Motivrand erstreckt und in die sich zwei blaue Formen hineinschieben. An die obere Schmalseite des blauen Hochrechtecks, die bündig mit dem kleinen grauen Rechteck abschließt, fügt sich eine ebenfalls hochrechteckige, allerdings größere Form an. Sie greift über die untere Längskante des blauen Hochrechtecks aus, wobei dieses Ausgreifen betont wird durch eine kräftige schwarze Linie, die in die sonst ungegliederte graue Fläche hineinragt. Dadurch wird im Betrachter der Eindruck eines Quadrats erweckt, das sich innerhalb der grauen Fläche durch die rechten Winkel der sich in sie hineinschiebenden blauen Flächen und durch diese schwarze Linie ergibt. Die rechteckige Großform greift außerdem über das kleine graue Rechteck über auf die schwarze Fläche, die bis an den oberen Motivrand geführt ist. Sie schiebt sich, ausgehend von dem kleinen grauen Rechteck in die linke obere Ecke. Die Kante, an der das blaue Hochrechteck an das kleine graue Querrechteck anschließt, wird innerhalb der Großform aufgenommen, denn von hier aus schieben sich schräge schwarze Balken in die blaue Fläche, die unten ein Dreieck umschließen, das nach rechts abgeschlossen wird von einer dünnen schwarzen Linie. Die drei darüber liegenden Dreiecke haben nur zur Hälfte eine Basis, die durch die schrägen Balken entsteht. Rechts davon ist eine ungegliedert blaue Fläche zu sehen. Über dieser dreifach abgetreppten Form, die Dreiecke einschließt, wird das Motiv knapp unterhalb der oberen Motivkante nochmals aufgenommen, wobei hier statt eines schwarzen Balkens links ein blauer Balken an eine schwarze Linie anschließt. Diese schwarze Linie wird am linken Motivrand aufgenommen und über die untere Kante der Großform hinausgeführt, wobei sie jenseits derselben als doppelte Linie ausgeführt ist.
Dort, wo die beiden Großformen an den oberen Motivrand anstoßen, lassen sie durch ihre Schrägstellung eine dreieckige graue Fläche frei, die in einem dünnen Streifen, der schräg endet, links in die die linke obere Ecke umfassenden Großform hineingeführt ist. Rechts der schwarzen Großform wird die rechte obere Ecke in einem Dreieck von drei unterschiedlich hohen Streifen in grau, blau und wieder grau gegliedert. An die untere, kleine graue Fläche, die ein kleines graues Dreieck ist, schließen sich, getrennt durch einen kräftigen schwarzen Strich, die beiden Kreisbogensegmente an, von denen zuvor die Rede war. Der schwarze Strich geht über in die schwarze Großform, die an der Stelle der Kreisbogensegmente zusätzlich überlagert wird von einem blauen Längsrechteck, das sich von rechts, unter den Kreisbogensegmenten hindurch führend, in die schwarze Großform hineinschiebt.
Die obere Hälfte der Serigrafie erinnert in ihrer Gestaltung an die Serigrafie „Bielefeld“ (72/8), Inv.nr. 700.0054, wobei hier die gesamten grafischen Elemente, die bildprägend sind, um etwa 45° gedreht wurden und die Farbigkeit sehr stark reduziert ist.

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