Inv.nr. 700.0147
ohne Titel (1971)
Serigrafie, Auflage E.A. 60/LX, signiert rechts unten Hajek, bez. rechts unten 71/11
41 x 60 cm
Bei der vorliegenden Serigrafie handelt es sich um eine farbliche Variante von Inv.nr. 700.0146.
Über die Serigrafie ist ein Raster von sieben gleich breiten senkrechten Streifen gelegt, wobei das Motiv – getrennt durch einen kräftigen schwarzen Strich – nach dem vierten Streifen wechselt. Die einzelnen Streifen sind voneinander getrennt durch dünne schwarze Striche, wobei in der linken, breiteren Hälfte der erste und dritte bzw. zweite und vierte Streifen identisch sind, in der rechten Hälfte wird dagegen das Motiv dreimal wiederholt.
In der linken Hälfte hat Hajek mit dem Motiv der auf die Spitze gestellten Quadrate gespielt, wobei diese Gliederung einem durchlaufenden, schmalen, waagerechten roten Streifen oben und einem breiteren durchlaufenden Streifen am unteren Rand einbeschrieben ist. Das Spiel mit den Quadraten erfolgt auf blauem Untergrund, bei den Quadraten sind abwechselnd Seitenteile weggelassen, so dass ein sehr bewegtes Motiv entsteht. Im ersten und dritten Streifen ist in ihrer oberen Hälfte die rechte Seite einer breiteren schwarzen Rahmenlinie zu sehen, die einen silbernen Rahmen auf blauem Grund und ein kleines halbes, blaues Quadrat in der Mitte umfassen. An die untere Schräge der schwarzen Rahmenlinie, die Schräge aufnehmend, schließen zwei silberne Streifen auf blauem Grund an, die überleiten zum nächsten Kompartiment. Sie enden deutlich vor der gedachten Linie, auf der die Quadrate mit ihren Spitzen aufsitzen, so dass in diesem Bereich ein blaues Dreieck entsteht.
In Verlängerung der beiden im übrigen nicht gleich starken silbernen Linien fügen sich zwei weitere schräge silberne Linien an, die – mit einer schwarzen diagonalen Linie abschließend – die untere rechte Ecke eines auf die Spitze gestellten Quadrats bilden. Die schwarze Diagonale ist zugleich die äußere Begrenzungslinie eines Quadrats, das sich um die schwarze Senkrechte herumgruppiert, wobei seine linke untere schwarze Linie fehlt. Den unteren Abschluss bildet, knapp über dem blauen Hintergrund verlaufend, ein silberner Balken, an den rechts die untere schwarze Schräge des zuvor beschriebenen Quadrats anschließt. Der inneren silbernen Linie fehlt, wie auch dem kleinen silbernen Quadrat in der Mitte, die rechte untere Hälfte, so dass auch hier wieder ein blaues Dreieck entsteht.
In der oberen Hälfte dieses zweiten – und auch vierten Kompartiments – schließt der rechte obere Teil eines auf der gedachten waagerechten Trennlinie aufsitzenden Quadrats an. Die schwarze Rahmenlinie endet mit ihrer Unterkante an der Spitze des halbierten Quadrats im ersten und dritten Kompartiment, darunter folgen auf blauem Grund zwei diagonale, silberne kräftige Striche, die anschließen an jene zuvor beschriebenen, die nicht bis auf die gedachte Trennlinie herabgeführt sind. Den oberen und unteren Abschluss bildet hier je ein rotes Dreieck, dessen Schräge sich an jener der Quadrat-Teile orientiert. Dadurch sind beide Dreiecke aus der Mitte nach rechts versetzt; das untere mehr als das obere, weil es nicht an der senkrechten Linie direkt ansetzen kann, da hier die schwarze Rahmenlinie des Quadrats bis auf die Basislinie herabgeführt ist.
Die rechte, drei Kompartimente umfassende Hälfte besteht aus drei identischen Streifen, bei denen ein breiter roter Rand oben und ein schmaler roter Rand unten belassen wurde. Auf silbernem Grund entwickelt sich hier ein System aus dreieckigen, kräftigeren und schmaleren Streifen und aus liegenden Rauten, die die Dreiecksformen aufnehmen. Auch hier ist wieder ein schmaler Streifen oben und unten silbern belassen, der den Eindruck des Hintergrunds betont, auf dem sich dann die Zeichnung entwickelt. Rahmende Funktion haben die beiden roten Streifen am oberen und unteren Rand, die zur Mitte hin weisen, da sie in der Mitte abknicken. Oben schließt sich daran in der rechten Hälfte des Streifens die linke Seite einer liegenden Raute an, während die linke Hälfte ungegliedert silbern belassen wurde. Die Raute besteht aus einem silberner Kern, um den sich ein roter schmaler Balken legt. Der ihn rahmende schwarze Balken ist an der Spitze des roten Balkens gekappt, so dass es sich um zwei schräge Balken handelt, die mit senkrechter Linie enden.
Mit einem Abstand, der der Balkenbreite entspricht, schließt sich ein in der Mitte abknickender, nach oben weisender blauer Balken an, der nach unten gespiegelt ist. Dadurch entsteht in ihrer Mitte eine silberne rautenförmige Fläche. Nach unten schließt sich eine schmale, silberne Linie an, die dem Verlauf des abknickenden Balkens folgt und in derselben Länge bis an die Ränder fortgeführt wird, so dass links und rechts des Kreuzungspunkts dreieckige Flächen entstehen. Diese sind blau und werden in der Mitte des Motivs durch die anschließenden Kompartimente ebenfalls zu Rauten, die von einem Kompartiment zum anderen vermitteln. Darunter schließt erneut eine dem Kompartiment einbeschriebene Raute an, die schwarz gerahmt ist und damit in ihrer Mitte eine kleine blaue Raute rahmt.