O. H. Hajek Museum

Werkarchiv

Korintherbrief 6

Briefe des Paulus an die Korinther

Künstlerisches Medium:Druckgrafik

Technik:Serigrafie

Entstehungsjahr:1965

Inv.nr. 700.0044
Briefe des Paulus an die Korinther 6 (1965)
Serigrafie, E.A. I/V, signiert rechts unten Hajek, bez. links unten E.A. I/V (beides mit Bleistift)
48 x 35 cm

Auf annähernd quadratischer Grundfläche hat Hajek das hochformatige Blatt in zwei Zonen geteilt, die sich in ihrer Farbigkeit und Struktur deutlich unterscheiden. Während in der oberen Hälfte klare, lineare Strukturen vorherrschen, ist die untere Hälfte durch einbeschriebene Quadrate deutlich aufgelockert.
Die obere Hälfte wird zusammengehalten durch eine kräftige schwarze Diagonale, die von links oben nach rechts unten führt. Sie fasst drei Balken zusammen, die nach oben abgegrenzt werden von einer oliv-schwarzen Linie, die, leicht abgesetzt von den drei Balken, eine weitere dünne Linie kreiert, die teils chamois, teils olivfarben ist. Über der oliv-schwarzen Linie befindet sich eine Zone unregelmäßiger Schriftzeichen, die keiner linearen Anordnung folgen und fortgeführt werden in einem schmalen Bereich am rechten Rand des ersten dunklen Balkens. Diese sind durch die kräftige Diagonale optisch mit der nächsten Schriftzeichen-Zone innerhalb des hellen Mittelbalkens verbunden. Auf einen dunkeloliv-schwarzen folgt ein olivfarbener und wieder ein dunkeloliv-schwarzer Balken, die ohne Zwischenraum aneinander anstoßen. Dem olivfarbenen Balken sind zeichenhafte Striche einbeschrieben, die sehr zurückhaltend Bewegung in die Fläche bringen. Während der obere der beiden dunkeloliv-schwarzen Balken eine klar begrenzte Fläche ist, franst der untere nach unten aus und lässt so einen schmalen, segmentbogenartigen Raum für kleinteilige Zeichnung auf chamoisfarbenen Grund. Abgeschlossen wird der obere Teil durch eine Linie, die rechts kräftig schwarz ausgebildet ist, in der linken Hälfte der Kurvatur des Segmentbogens zu folgen scheint und anschwillt, um am linken Rand als Linie zu enden.
Die untere Blatthälfte ist in sich in zwei Zonen gegliedert, die voneinander durch eine schwarze durchgezogene Linie abgegrenzt sind, an die sich als unterer Abschluss ein schmaler olivfarbener Streifen anfügt, bei dem am oberen Rand das Papier durchscheint und der akzentuiert wird durch schwarze Punktstrukturen, die in der rechten Ecke in eine unregelmäßige schwarze Fläche übergehen.
Der breitere Teil des unteren Bildbereichs ist hinterfangen von einer zarten Punktstruktur in Ocker und Dunkelbraun, die überlagert wird von Quadraten unterschiedlicher Größe. Sie werden überfangen von einem querrechteckigen Kasten aus zarten schwarzen Strichen, die an den Vertikalen abgesetzt sind und dort die beiden äußeren der vier Quadrate überschneiden. Diese bringen Bewegung in das Blatt, da sie nicht auf einer horizontalen Linie angeordnet sind, sondern in der Höhe verspringen. Sie sind zum Teil zusätzlich gerahmt, das Papier kommt an einigen Stellen unstrukturiert zum Vorschein und die aquarellartig aufgebrachte olive Farbe, die verschiedentlich mit Schwarz betont wird, hält sich nicht an die Rahmung, sondern dringt in den Umraum. Die mittleren beiden Quadrate sind zusätzlich mit in der Mitte zusammentreffenden Diagonalen überfangen, die die Größe des umfangenden Quadrats betont. Dem rechten dieser beiden Quadrate ist ein Querrechteck selber Breite am Fuß beigegeben, das mit kräftigen Strichen längsschraffiert ist und damit den Blick auf diese Zone lenkt.

Weitere Abzüge dieser Serigrafie befinden sich in der „Mappe für Mama E.A.“, in der „Mappe für Katja E.A.“ und in den vier Mappen für R. Vogt. Die in der letztgenannten Mappe befindlichen Blätter sind alle signiert. Des weiteren existieren zwei signierte Blätter und ein signierter Zwischendruck.

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