O. H. Hajek Museum

Werkarchiv

Korintherbrief 23

Briefe des Paulus an die Korinther

Künstlerisches Medium:Druckgrafik

Technik:Serigrafie

Entstehungsjahr:1965

Inv.nr. 700.0061
Briefe des Paulus an die Korinther 23 (1965)
Serigrafie, E.A. I/V, signiert rechts unten Hajek, bez. links unten E.A. I/V (beides mit Bleistift)
48 x 35 cm

Die hochformatige Serigrafie ist unterteilt in verschiedenfarbige Querzonen, die sich zur Mitte hin verdichten zu einem kräftigen schwarzen Strich, der annähernd in der Bildmitte das Blatt optisch teilt. In der oberen Hälfte folgt auf einen mit dünner schwarzer Linie oben abgeschlossenen olivfarbenen Querbalken eine chamoisfarbene Fläche – hier wird die Farbe des Papiers bewusst zur Gestaltung eingesetzt. Beide sind miteinander durch eine fallende Diagonale in Oliv verbunden, die fortgeführt wird zum einen in einer senkrechten, den olivfarbenen Balken am rechten Bildrand begrenzenden, freihändig gezeichneten Linie, und zum anderen in einer horizontalen, die gesamte Bildbreite einnehmenden Linie. Dieses Element wird am unteren Bildrand aufgenommen, den eine schwarze Linie markiert, von dem aus eine steigende Diagonale durch eine chamoisfarbene Fläche über einen olivfarbenen Balken geführt wird, die wiederum als horizontale Linie an den linken Bildrand zurückführt. Die Dichte der Farbe nimmt unterhalb des kräftigen schwarzen Strichs in der Bildmitte zu. Oliv wurde in einem hohen Streifen zuerst gedruckt und nur an einigen wenigen Stellen sind Aufhellungen zu sehen. Mit einem kleinen Abstand zum oberen, unregelmäßigen Rand der olivfarbenen Fläche wurde dann die schwarze Farbe aufgebracht, die nach unten in ihrer Intensität abnimmt, so dass das Oliv in diesem Bereich durchscheint. Zwischen dem unteren Blattabschluss, den die eingangs beschriebene waagerechte Linie bildet, und der olivfarbenen Fläche befindet sich eine schmale Zone, bei der das Chamois des Blattes erneut als Farbe eingesetzt wird. Da im rechten Bereich eine bis an die Diagonale heranreichende Punktstruktur diese Zone belebt, wirkt die linke Hälfte umso statischer, da sie nur von der die Fläche begrenzenden unteren Abschlusslinie, der Diagonalen sowie dem etwas unregelmäßigen unteren Abschluss des olivfarbenen Balkens bestimmt wird.
Während in der chamoisfarbenen Dreiecksfläche, die durch die diagonale Linie im oberen rechten Bildfeld entstanden ist, nur kleine flächige Schraffuren die die Fläche strukturieren und durch die Verwendung von Blau als Auszeichnungsfarbe zusätzlich akzentuieren, sind auf der rechten unteren Fläche auf cremeweißem Grund punktartige, blaue und schwarze Schraffuren bis an die Diagonale herangeführt, so dass ein die untere begrenzende Linie leicht überlagernde, strukturierte Rechteckfläche entsteht.
Das Oliv hat Hajek zur Bildmitte hin mit Schwarz überdruckt, jedoch so, dass keine pastose schwarze Fläche entstanden ist, sondern vielmehr ein bewegtes Spiel von Überlagerungen entsteht, wobei die Farbe nach oben ausläuft, als wäre sie aquarelliert und der Pinsel trocken geworden. Die offensichtlich in horizontalen Zügen aufgebrachte Farbe wird insbesondere im oberen Bereich, d.h. oberhalb der schwarzen bildhalbierenden Trennlinie, in dem Bereich, bei dem das Chamois des Papiers durchscheint, durch feine senkrechte Linien in derselben Farbigkeit subtil akzentuiert. Hinzu kommen einige feine schriftartige Zeichen in Blau.

Weitere Abzüge dieser Serigrafie befinden sich in der „Mappe für Mama E.A.“, in der „Mappe für Katja E.A.“, signiert und auf Seide gedruckt in der „Mappe für Katja sen.“ und in der „Mappe für Eva“ sowie – ebenfalls signiert – in den vier Mappen für R. Vogt. Des weiteren existieren vier signierte Blätter.

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