O. H. Hajek Museum

Werkarchiv

Heidelberg

Heidelberg

Künstlerisches Medium:Druckgrafik

Technik:Serigrafie

Entstehungsjahr:1968

Inv.nr. 700.0067
Heidelberg (1968)
Serigrafie, Auflage E.A. 2/13, signiert und bez. rechts unten Hajek E.d’A. 2/13 Heidelberg 68
58 x 61,5 cm

Das nahezu quadratische Blatt ist in drei voneinander abgesetzte horizontale Zonen eingeteilt, wobei obere und untere Zone bis an den Blattrand herangeführt sind, während die Gestaltung des – deutlich höheren – Mittelteils und die beiden Randstreifen oben und unten von den vertikalen Seiten eingezogen sind.
Die Grundfarbe der schmalen horizontalen Streifen am oberen und unteren Blattrand ist silbern; darauf sitzen Dreiecke, die jeweils nach innen offen sind, mit ihren Ecken die äußeren Ränder des Streifens berühren und zum Blattrand hin eine das Blatt begrenzende durchgängige Linie ausbilden. Die Streifen sind komplementär zueinander behandelt: Die Dreiecke, die im oberen Streifen blau sind, sind im unteren Streifen silbern und umgekehrt. Sie wirken wie Sheddächer, die von den Seiten zur Mitte hin aufeinander zulaufen und dort, indem sie aneinander stoßen, ein doppelt so großes Dreieck ausbilden, weil die Hypothenusen der kleinen Dreiecke durch die Doppelung zu Katheten werden. Im oberen Streifen ist dieses große, die Mitte bezeichnende Dreieck silbern, so ist es im unteren Streifen blau.
Der Mittelteil des Blatts ist gegenüber den Streifen um etwa die Hälfte eines aus zwei gegeneinander gesetzten Dreiecken in silber und blau entstehenden Quadrats eingezogen. Die Grundfarbe ist zitronengelb. Ihr einbeschrieben ist ein silbernes Rechteck, das an drei Seiten umfangen wird von einem kräftigen blauen Strich, dessen Ecken dort, wo er mit dem Zitronengelb des Hintergrunds in Berührung kommt, abgerundet sind. Der Strich beginnt und endet auf der selben Breite, wie sie die durch Dreiecke strukturierte Streifen ausbilden. Er setzt an dem silbernen Kasten leicht über der unteren Kante an und ist von ihm abgesetzt durch eine weiße Kante, die durch das Stehen lassen des Papiers entstanden ist.
Dem Rechteck einbeschrieben ist eine Struktur, die nicht bis an seine äußeren Kanten hingeführt wird und ein wenig an Fischgräten erinnert. In der unteren Hälfte des Rechtecks befindet sich ein kräftiger zitronengelber Balken, von dem aus sich die gesamte Struktur entwickelt. Nach unten führen vier kurze, nach links geneigte Rechtecke weg, deren Breite der der Zwischenräume entspricht. Sie setzen sich oberhalb des zitronengelben Balkens fort, hier allerdings als nach rechts geneigte Balken, die im oberen Bilddrittel nach links abknicken. Am Knick endet das Zitronengelb mit einer klaren Kante; die daran anschließenden nach links geneigten Balken sind weiß, weil das Papier hier nicht bedruckt wurde. Seinen Abschluss erhält die Struktur auf der linken Seite durch eine Wiederholung des zunächst nach rechts geneigten, dann nach links abknickenden Balken, der jedoch nicht auf dem zitronengelben horizontalen Balken aufsitzt und komplett Papierweiß ist. Auf der rechten Seite ist die Struktur begrenzt durch einen ebenfalls papierweißen Pyramidenstumpf, der in Verlängerung des zitronengelben Balkens mit gerader Kante endet, genauso hoch ist, die Schräge der ansetzenden Balken nach oben aufnimmt und in einer Spitze endet, die sich auf derselben Linie befindet, wie der Balkenknick.
Da Hajek 1968 keine Ausstellung in Heidelberg hatte, jedoch 1969 an einer Gruppenausstellung im Heidelberger Kunstverein teilnahm, könnte es sich um eine Vorarbeit für diese Ausstellung handeln.

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