Die Skulpturen O. H. Hajeks stehen zum Teil auch als räumlich erfahrbare Modelle für Google Earth zur Verfügung:
Ausgehend von seinen theoretischen Überlegungen zum Verhältnis des einzelnen Menschen zur Stadt versuchte Hajek seit den späten 1960er Jahren mit seinen Kunstwerken in den urbanen Kontext einzugreifen. Seine Platzraumgestaltungen, die er als Stadtikonographien bezeichnete, sind das Ergebnis seines Willens, Kommunikationsorte für den sich in der Stadt bewegenden Menschen zu schaffen, um auf diese Weise dem Menschen ein Stück Raum zurückzugeben. Seine Stadtikonographien reflektierte Hajek in zeitgleich oder nachträglich entstandenen Lithografien und Serigrafien, angefangen von den Serien Platzmal und Platzmal-Erinnerung, die anlässlich der Ausstellung in der Städtischen Galerie Stuttgart und auf dem Kleinen Schlossplatz 1969 entstanden. Die Serigraphien, die parallel zu seinen Arbeiten in Schwelm, Montevideo, Bonn und anderen Orten entstanden, dokumentieren eindrücklich seine stete Reduzierung der Formen und Farben, um mit seinen Kunstwerken in einer immer schneller agierenden Welt rasch wahrnehmbar zu sein. Mit der „Ode an Adelaide“, die er dem zehn Serigrafien umfassenden Mappenwerk „Adelaide“ voranschickt, zeigt Hajek auf, wie eng sich seine Druckgrafik an der gebauten Realität orientiert und welche Intentionen er mit seinen Platzüberformungen verfolgt.
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