Mit der Otto Herbert Hajek Kunststiftung der Sparda-Bank Baden-Württemberg setzt die Sparda-Bank dem Lebenswerk des Künstlers und Bildhauers ein Zeichen. Noch zu Lebzeiten überließ der renommierte Bildhauer und Stadtraumgestalter der Stiftung rund 700 seiner Werke mit der Auflage, die Werke öffentlich zugänglich zu machen. Darunter befand sich sein gesamtes druckgrafische Werk, bestehend aus 390 Serigrafien und 110 Plakaten, sowie 80 Gouachen, 36 Bildern, drei Bildteppichen und 69 Plastiken.
Die im Februar 2005 gegründete Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, sein künstlerisches Werk zu bewahren und öffentlich zu machen und sein Ansehen als Künstler zu mehren. Neben der Organisation eigener Ausstellungen, beteiligt sie sich an Ausstellungen, verleiht Werke an Museen und gibt Schriften über den Künstler heraus.
Mit einer Doppelausstellung seines gesamten druckgrafischen Werkes 2005 und 2006 wurde die Stiftung erstmals offiziell aktiv. Ausstellungsbeteiligungen unter anderem mit der Städtischen Galerie Karlsruhe folgten. Das Ziel eines realen Museums konnte die Stiftung bisher nicht realisieren, daher ist sie einen völlig neuen Weg gegangen: Ein Museum im Internet, in dem man sich analog zu üblichen Ausstellungsräumen frei bewegen kann. Kunst und Technik wurden verbunden mit neuen Möglichkeiten, sich Hajek und seinem Werk zu nähern. Denn gerade das Werk von Otto Herbert Hajek kann nicht ausschließlich hinter den sterilen Mauern eines Museumgebäudes verbannt werden.
Mit Skulpturen, Platzgestaltungen und unverwechselbaren Farbgestaltungen definierte Hajek den Stadtraum neu. Eine Vielzahl seiner Kunstwerke ist dem zeitlichen Verfall ausgesetzt. Das macht sie zu Zeitzeugen. Gerade dieser Vergleich von Heute und der Schaffungszeit der Werke ist mittels modernster Darstellungstechnologien spannend und für jedermann greifbar dokumentierbar. Seine Kunst erwacht neu vor dem Auge des Betrachters. Eine visuelle, virtuelle Reise durch das Leben und Schaffen des Künstlers Hajek wird mit dem Museum möglich. Und das Besondere daran ist, dass die Kunst durch diese Technologie nicht an den Ort ist gebunden ist. Von überall auf der Welt können seine Werke haptisch und visuell in ihrem realen Kontext erfahrbar sein.
Otto Herbert Hajek war der Sparda-Bank bis zu seinem Tod freundschaftlich eng verbunden. Die Beziehung begann 1997, als die Sparda-Bank für ihr hundertjähriges Jubiläum einen international hoch geachteten Künstler suchte. Die Bank wurde im Künstler Hajek fündig, der das Kunstprojekt „Zeichen ortieren Orte“ realisierte. Die virtuelle Kunsthalle ist nun der vorläufige Höhepunkt einer umfassenden Würdigung Otto Herbert Hajeks.