Seit Mitte der 1990er Jahre hat der Begriff Installation jenen des Environments abgelöst, nachdem er in den 1970er und 80er Jahren von Kunstkritikern wechselweise verwendet wurde. Gemeint ist auch hier ein bewusstes Überschreiten von Gattungsgrenzen, das einhergeht mit einer Reaktion auf den Ort und die Situation. Damit besitzen die dieser Kunstrichtung zuzuordnenden Kunstwerke nur an einem einzigen Ort Gültigkeit. Gleichzeitig wird die Körperlichkeit des Betrachters, die Kontext- und Institutionskritik mit einbezogen und durch die unterschiedlichen, zur Verwendung gelangenden Materialien eine Hybridität erzeugt. Die Architektur wird in diesem Zusammenhang deutlich aufgewertet als genius loci, an dem die Installation stattfindet. Inzwischen hat diese prinzipiell schon interdisziplinär ausgerichtete Kunst eine Aufweitung in Richtung Video- und Klanginstallation erfahren.