Das Environment zielt darauf ab, Kunst und Leben miteinander zu verbinden. In den 1950er Jahren in den USA entstanden, bezieht sich der Begriff auf begehbare Kunstwerke, bei denen häufig ein theatrales Element hinzukommt. Die Trennung der einzelnen Gattungen ist insofern schwierig, da Malerei, Plastik, Objektkunst, Installation und Happening im Environment zusammengeführt werden in dem Bestreben, das Verhältnis von Objekt und Umraum auszuloten. Die Gewichtung der einzelnen Elemente kann dabei unterschiedlich ausfallen, wobei die Gattungsüberschreitung charakteristisch für das Environment ist, denn generell handelt es sich um eine Erweiterung der Skulptur. Hajeks Arbeit Frankfurter Frühling auf der documenta III in Kassel kann ebenso als Environment gewertet werden, wie auch jene Kunstaktionen, mit denen der Künstler anlässlich der Finissagen in der (op) art Galerie in Esslingen 1966 und auf dem Kleinen Schlossplatz in Stuttgart 1969 auf sich aufmerksam machte. Vorläufer des Environment sind in den 1920er Jahren im Dadaismus und Surrealismus zu finden.