Der Begriff Happening wurde von Allan Kaprow (1927–2006) geprägt, der ihn erstmals 1959 für eine Aktion in der Reuben Gallery in New York 18 Happenings in Six Parts einsetzte, bei der die Zuschauer unter anderem durch das Hin- und Hertragen von Materialien in das Geschehen aktiv einbezogen wurden. Nach einer programmatischen Erklärung Kaprows sollte durch das Happening die Grenze zum alltäglichen Leben unbestimmbar werden, wobei ein wichtiger Aspekt die Einmaligkeit des Geschehens war, das entsprechend vorab nicht geprobt werden sollte. Durch die partielle Einbindung der Zuschauer wurde außerdem die traditionelle Trennung von Künstler und Publikum außer Kraft gesetzt. Für Kaprow existierte Kunst nicht losgelöst vom alltäglichen Leben; sein Ziel war ihre Verbindung nach dem Motto „Everything is art, art is everything.“ (Allan Kaprow), wobei die Verwendung von Alltagsgegenständen diese Verbindung unterstützen sollte. Entsprechend der Forderung Kaprows, Kunst möge auch den Außenraum einschließen, tritt die Kunst im Außenraum in Konkurrenz mit Denkmälern, Brunnen und Freiplastiken. Damit wird die Benutzbarkeit durch den Menschen ein wichtiges Kriterium der Kunst im öffentlichen Raum, das Kunstwerk erhält durch den Kontext seinen Sinn und seine Verwendbarkeit wird ermöglicht. Mit dieser Auffassung ist Kaprow einer der Wegbereiter einer an der Öffentlichkeit ausgerichteten Kunst, für die auch Otto Herbert Hajeks Kunstwerke stehen.